02-02-2018

WebdesignOnline MarketingDie wichtigsten Webdesign-Trends 2018

Langweilige 0815-Websites passen nicht mehr zu den Anforderungen der User und dennoch sehen viele Websites nahezu identisch aus. Überall sieht man immer wieder dieselben Stockfotos, den selben Aufbau und die gleichen Inhalte. Dabei geht der Webdesign-Trend im Jahr 2018 eindeutig weg vom Standard hin zu Individualität und Authentizität. Man muss sich von der Konkurrenz abheben um dem User positiv im Gedächtnis zu bleiben und aufzufallen.

Wir haben für euch recherchiert, welche Designtrends 2018 angesagt sind.

Webdesign-Trend #1: Hero-Image

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Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte und zählen daher nicht ohne Grund zu den stärksten Waffen eines jeden Designers. Genau diesen Vorteil nutzt man bei der Verwendung von Hero-Images. Schon 2015 sehr beliebt, ist es auch heute noch voll im Trend.

Charakteristisch sind die großen Hintergründe, die im Headerbereich einer Website platziert werden. Diese sind teilweise so groß, dass sie den gesamten sichtbaren Platz „above the fold“ einnehmen. Dadurch entsteht eine sehr starke Botschaft. Oft werden Hero-Images durch eine aussagekräftige Headline in auffallender Schrift verstärkt. Kleinere Textabschnitte sowie starke Call-To-Actions sind häufig ebenfalls zu finden.

Wichtig ist bei der Umsetzung von Hero-Images vor allem, dass die wichtigsten Elemente des Bildes gut zu sehen sind und nicht durch die Schriften abgedeckt werden. Überflüssige Eye Catcher sollten ganz vermieden werden, da diese die Benutzer nur unnötig ablenken.

Heutzutage bestehen Hero-Images aber längst nicht mehr nur aus großen Bildern. Durch die immer besser werdende Technik sind schnellere Ladezeiten möglich, wodurch die Hero-Images interaktiver sind als je zuvor. Das geht so weit, dass sie auch umfassende filmische Erlebnisse erzeugen können oder Mini-Games möglich sind.

Damit können Unternehmen Ideen, Visionen aber vor allem Emotionen noch besser übertragen. Für den User wird die Website lebendig und zum Greifen nahe. Das Interesse wird visuell geweckt und der User steigt im besten Fall direkt mit einem „Wow-Effekt“ ein.

Die große Herausforderung bei Hero-Images ist es, das richtige Foto bzw. das richtige Video oder die richtige Animation zu finden. Es sollte einen Bezug zum Unternehmen oder zum präsentierten Produkt haben, eine Geschichte erzählen und binnen weniger Sekunden die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich lenken. Hier wird nicht mehr aus Stockfotomaterial zugegriffen, sondern authentische und unternehmensbezogene Fotoaufnahmen erstellt.

Webdesign-Trend #2: Minimalismus

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Bei dem Minimal Design wird die Website, wie der Name schon verrät, so kurz und minimalistisch wie nur möglich gehalten. Sie enthält nur die allerwichtigsten Gestaltungselemente. Auf Geschnörkel und unnötige Zierde wird ganz verzichtet. Weißräume sowie schwarze, weiße und graue Farbtöne stehen im Vordergrund und prägen das Bild, Farben werden auf großen Flächen nur dezent und in Pastellfarben eingesetzt. Zu den Schattierungen wird meist eine starke Signalfarbe kombiniert, die den User auf die wichtigsten Botschaften aufmerksam macht.

Eine Website im Minimal Design weist nur eine geringe Anzahl an Schriftarten bzw. Fonts auf. Meist wird eine einzige Schriftart verwendet, um ein einheitliches Bild zu erzeugen und nicht zu viel vom Inhalt abzulenken. Wenige Schriftabschnitte sollen die Botschaft auf das Wesentliche lenken und dem User zu viele und unwichtige Inhalte ersparen. Benutzerfreundlichkeit wird bei diesem Trend ganz großgeschrieben! Es geht darum, dass Besucher sich schnell zurechtfinden und somit schneller Conversions generieren.

Doch wie soll man sich von der Konkurrenz abheben und die Website individuell gestalten, wenn kaum Gestaltungselemente zur Verfügung stehen? Die Typografie bringt hier die Antwort und gewinnt zunehmend an Bedeutung in den Webdesign-Trends 2018. Mittlerweile gibt es im Internet zahlreiche und teilweise auch kostenlose Fonts, die es einem Unternehmen erlauben eine Website individueller zu gestalten. Handmade-Schriften können eine zusätzlich persönliche Note verleihen.

Eine andere Möglichkeit sich hervorzutun ist ein cleveres UX-Design. Hier liegt auch der große Vorteil für Website-Betreiber beim Minimalismus: Durch die Reduzierung des Layouts auf die wesentlichen, zentralen Inhaltselemente, bleibt mehr Zeit dafür sich um Usability, den Content und die Nutzerführung zu kümmern.

Webdesign-Trend #3: Animationen

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Animationen sind auch 2018 nicht mehr aus den Webdesign-Trends wegzudenken und werden zunehmend ein wichtigeres Gestaltungselement gelungener Websites. Dezente bis auffällige Designelemente werden in die Website eingearbeitet, um diese aufzulockern und die Aufmerksamkeit des Users zu erregen. Sie sind oftmals unterhaltsam und erhöhen den Spaßfaktor beim Surfen ungemein. Manche Websites nutzen kurzweilige Mini-Games, oder lassen aufwändige Videos im Hintergrund ablaufen, um ihre Besucher zu begeistern. Das hat einen sehr positiven Einfluss auf die durchschnittliche Besuchszeit und Absprungrate der Nutzer.

Aber nicht nur Spaß und Unterhaltung stehen bei der Verwendung von Animationen im Vordergrund. Vor allem sollen sie die Website oft benutzerfreundlich machen und dem User dabei helfen, sich zurechtzufinden, man spricht in solchen Fällen auch von Meaningful Animations. Einen besonders starken Einfluss nehmen Animationen dabei auf die Gestaltung von Formularfeldern, Buttons, Navigationsleisten und anderen interaktiven Elementen. Mittels Feedbackübersendung erfährt der User, was als nächstes geschehen wird, wenn er eine bestimme Handlung ausführt. So können zum Beispiel animierte Pfeile in eine bestimmte Richtung zeigen, um zu signalisieren, an welche Stelle der Website noch weitere Informationen zu finden sind. Sehr beliebt sind aber auch durch Scrollen getriggerte Animationen, die Sachverhalte erklären.

Der große Nachteil: Gute Animationen sind mitunter sehr aufwändig zu programmieren und benötigen meistens Javascript, was die Ladezeit einer Website oft negativ beeinflusst.

Webdesign-Trends #4: Illustration Style & Scribble

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Das Ziel vieler Website-Betreiber ist es, dem Nutzer ein einmaliges Erfahrungserlebnis zu ermöglichen und einen deutlichen Wiedererkennungswert zu hinterlassen. Individuelle Illustrationen und Scribbles (Skizzenstil) ermöglichen Unternehmen genau das. Dieser Webdesign-Trend stellt gewissermaßen eine Gegenbewegung zum Minimalismus-Design dar. Statt auf Simplifizierung zu setzen und damit das Risiko einzugehen im monotonen Einheitsbrei unterzugehen, setzt man auf Individualität und extrovertierte Bildsprache. Durch handgefertigte und kundenspezifische Illustrationen wird ein ganz eigenes Design geschaffen, welches regelrecht verspielt wirken kann und mitunter an ein Bilderbuch oder an ein Wimmelbild erinnert. Neben Comic, Doodle oder skizzenartigen Illustrationen werden jedoch auch Stile verwendet die an Pop-Art oder andere Kunstrichtungen erinnern.

Die Vorteile vom Illustration Style im Webdesign liegen auf der Hand: Eine so handgefertigte Website hat einen enormen Wiedererkennungswert und bleibt schnell im Gedächtnis. Ebenfalls lassen sich die Illustrationen sehr leicht mit Animationen kombinieren, wodurch noch eindrucksvollere Erlebnisse für die Besucher möglich sind. Unternehmen die den Illustration Style nutzen wirken jung, dynamisch, kreativ und flexibel.

Andererseits gehen Website-Betreiber mit dem Illustration Style immer das Risiko ein, etwas unseriös – weil verspielt und kindisch – rüberzukommen. Für moderne IT-Unternehmen ist das meist weniger ein Problem, als für große traditionsreiche Konzerne, die evtl. ein konservatives Zielpublikum ansprechen.

Webdesign-Trends 2018: Fazit

Auch 2018 wird es beim Surfen keinesfalls langweilig. Benutzerfreundlichkeit, Spaß und Individualität stehen im Fokus, mit dem Ziel den User zu begeistern und seine Verweildauer auf der Website somit zu maximieren. Um dies zu erreichen gibt es mehrere Möglichkeiten. Fesselnde Videos und ansprechende Bilder versetzen den User in eine andere Welt und wecken somit seine Aufmerksamkeit. Nützliche Animationen und ein minimalistisches Design geben Hilfestellungen beim Surfen und führen den Nutzer somit ohne große Umwege zu den Informationen, die er benötigt.

Ganz gleich für welchen Designtrend man sich auch entscheidet, der Wiedererkennungswert muss in jedem Fall groß sein, um auf dem Markt nicht unterzugehen. Daher sollte eines nie außer Acht gelassen werden: Die persönliche Note.

Beitrag von Sarah Kopp
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